top of page

Was sind Nits – und warum ist Helligkeit bei Digital Signage so wichtig?

14. Jan.
2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 23. Sept.



Wer sich mit Digital Signage beschäftigt, stößt schnell auf den Begriff Nits. 500, 1.500 oder sogar 2.500 Nits – doch was sagt dieser Wert eigentlich aus und wie viel davon braucht ein Display wirklich?


Was sind Nits?

Nits geben an, wie hell ein Display leuchten kann. Warum das wichtig ist, kennt wahrscheinlich jeder vom eigenen Smartphone: Drinnen ist der Bildschirm problemlos zu erkennen. Bei strahlendem Sonnenschein wirken Farben plötzlich blasser und Texte lassen sich schwerer lesen.


Bei Digital Signage gilt dasselbe Prinzip: Je heller die Umgebung, desto mehr Helligkeit benötigt das Display, damit Bilder, Videos und Texte gut sichtbar bleiben.

Auf Datenblättern findet sich übrigens häufig die Angabe cd/m² (Candela pro Quadratmeter). Nits und cd/m² bezeichnen bei Displays denselben Wert: 700 Nits entsprechen also 700 cd/m².


Nits oder Lumen – wo liegt der Unterschied?

Nits und Lumen haben beide mit Helligkeit zu tun, messen aber unterschiedliche Dinge.

Lumen beschreibt, wie viel sichtbares Licht eine Lichtquelle insgesamt abgibt. Deshalb begegnet der Wert vor allem bei Lampen und Projektoren.


Nits beschreiben dagegen, wie hell eine bestimmte Fläche erscheint – bei Digital Signage also die leuchtende Bildschirmfläche. Deshalb ist für die Beurteilung der Displayhelligkeit der Nits-Wert entscheidend.


Lumen = gesamte Lichtmenge einer Lichtquelle

Nits = Helligkeit einer leuchtenden Fläche


Wie viele Nits braucht ein Display?

Das hängt vor allem vom Einsatzort ab. In Innenräumen ohne starke Sonneneinstrahlung reichen meist geringere Helligkeitswerte aus. Im Schaufenster muss sich das Display zusätzlich gegen Tageslicht und Reflexionen auf der Scheibe behaupten. Im Außenbereich können helles Tageslicht und direkte Sonneneinstrahlung die Anforderungen noch einmal deutlich erhöhen.


Zur Orientierung:

ca. 500 Nits: klassische Indoor-Anwendungenab

ca. 1.500 Nits: helle Schaufenster und Bereiche mit viel Tageslichtca.

ca. 2.500 Nits und mehr: anspruchsvolle Outdoor-Anwendungen.


Die Werte sind keine festen Grenzen. Wie viel Helligkeit tatsächlich benötigt wird, hängt immer von den konkreten Lichtverhältnissen und dem Einsatzort ab.


Sind mehr Nits automatisch besser?

Nicht unbedingt. Ein besonders helles Display ist nicht für jeden Einsatzort notwendig. In dunkleren Innenräumen kann eine sehr hohe Helligkeit sogar unangenehm wirken und bei voller Leistung unnötig Energie verbrauchen.

Bei wechselnden Lichtverhältnissen ist deshalb eine automatische Helligkeitsanpassung sinnvoll: Ein Lichtsensor erkennt die Umgebung und reguliert die Displayhelligkeit entsprechend.

Und gerade draußen gilt: Helligkeit allein macht noch kein Outdoor-Display. Wetterfestigkeit, Temperaturbeständigkeit und eine robuste Bauweise sind hier ebenso wichtig.


Kurz gesagt:

Je heller die Umgebung, desto heller sollte auch das Display sein. Entscheidend ist nicht der höchstmögliche Nits-Wert, sondern die passende Helligkeit für den jeweiligen Einsatzort.

bottom of page